Stadträtin Gerti Kustermann und Helen van Almsick (Sprecherin des Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen) konnten für ihre Idee, die rote Bank in Marktoberdorf zum Sprechen zu bringen, viele Unterstützer*innen gewinnen. So stand einem anregenden und informativen Tag – bis auf das Wetter – nichts mehr im Wege. Am alten Marktbrunnen kam die Bank dann zu Wort und hatte eine Menge zu erzählen. Zu Gast hatte sie neben den Organisator*innen der Grünen auch die SPD Marktoberdorf und die Freien Wähler sowie eine Menge Interessierte, die sich über den Tag verteilt am Brunnen einfanden.

Landrätin Zinnecker äußerte folgenden Wunsch in ihrer Begrüßung: „Wäre es nicht wunderbar, wenn wir keine Frauenhäuser, keine solchen Tage und keine Symbole für Gewalt gegen Frauen mehr bräuchten!?“ Auch der zweite Bürgermeister Wolfgang Hannig und Heike Krautloher, Gleichstellungsbeauftragte, sprachen sich für die Wichtigkeit dieses Tages aus. Und es wurde auch persönlich: „Ich möchte ihnen von meiner Großmutter berichten….“ Es waren keine guten Erfahrungen, die dann zur Sprache kamen.
Ralf Molocher, Polizeidirektor a.D. teilte Erfahrungen aus Sicht eines Polizisten. Angst und Gewalt wurden auch von Frau Oehler und Frau Mann, ehrenamtlichen Helfer*innen in einem Frauenhaus, thematisiert. „Mir wurde vor vielen Jahren im Frauenhaus geholfen und jetzt helfe ich, so gut ich kann. Das Frauenhaus ist mein zweites Zuhause geworden,“ so eine von ihnen.
Es wurden Gedichte gelesen, Musik gespielt, gesprochen und informiert. Mit Blick auf die wieder verstummte Bank resümierte Gerti Kustermann beim Abbau: „Es war ein guter Tag!“
