Dass prominente Personen wie Karl Haeusgen sich aktiv der grünen Politik zuwenden, spricht Bände – und gibt Hoffnung.
Der Unternehmer und Hauptaktionär der Firma HaWe Hydraulik SE, der in zahlreichen Aufsichtsräten sitzt, führte zuletzt vier Jahre lang den als sehr konservativ geltenden VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau). Letztes Jahr hat er – neben Dr. Marie-Luise Wolff – den Vorsitz der Wirtschaftsvereinigung der Grünen übernommen, mit dem Ziel, die Transformation der Wirtschaft zur Nachhaltigkeit zu unterstützen.
Als „Coup für die Grünen“ wurde dies von der FAZ betitelt. „Der frühere Maschinenbau-Präsident Karl Haeusgen wird Chef der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Der Mittelstands-Unternehmer verstand sich gut mit Ex-Wirtschaftsminister Habeck.“
Trotz früherer Kritik an der Partei sieht Haeusgen heute den großen Vorteil, dass „die Grünen im Gegensatz zu den anderen Parteien keiner bestimmten Klientel verpflichtet sind“. Ihm gehe es „um die Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Politik und Wirtschaft“, schrieb unlängst die SZ.
Wenn jemand mit so viel Einfluss in Industrie und Wirtschaft sich zur grünen Politik bekennt, dann ist das eine absolut wertvolle Referenz, die sicher auch in nicht grünen Kreisen ernst genommen wird.
Johanna Egger
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