Dr. Anne-Dore Klasen

Hausärztin, 4 Kinder, seit 2019 bei den Grünen

Dr. Anne-Dore Klasen Marktoberdorf Bündnis 90 Die Grünen


„Weil sich die Grünen wirklich ernsthaft für den Schutz der Erde und ihrer Lebewesen einsetzen  und auch dafür kämpfen… und das schon seit ihren Anfängen.“

1. Warum hast Du Dich für ein Engagement bei den Grünen entschieden?


Während des Endes meiner Schulzeit und während meines Studiums kam ich mit den Grünen in Kontakt über die Anti-Atomkraft-Bewegung, Mitgliedschaft bei IPPNW und auch über Slogans wie Jute statt Plastik. Auch Joschka Fischer spielt eine Rolle, da ich mal in Hessen gelebt habe. In den letzten Jahren hat natürlich das Thema Umweltschutz bedingt durch die Klimaveränderungen nochmal einen zusätzlichen Stellenwert bekommen.
Inzwischen sind meine Kinder so einigermaßen erwachsen, ich bin beruflich angekommen, so dass ich nicht mehr von außen zuschauen möchte, sondern versuchen möchte mitzugestalten.

2. Was zeichnet Deiner Meinung nach die grüne Partei besonders aus?


Sie haben sich schon immer für den Schutz der Umwelt und der Familie eingesetzt. Von Anfang war es selbstverständlich, dass Frauen auch Vorstandsposten innehaben, z. B. Petra Kelly. Des Weiteren bemühen sie sich basisdemokratisch zu arbeiten und ich erlebe sie als offen und respektvoll im Umgang miteinander.

3. Was ist für Dich die größte Herausforderung, die uns politisch in den nächsten Jahren bevorsteht?


Der Erhalt unserer Demokratie, die Umsetzung der beschlossenen Klimaziele, die Reduktion der Macht der Lobbyisten; zu verhindern dass viele Bürger anscheinend das Gefühl haben, dass vor allem wirtschaftliche Interessen das Land regieren und sie dabei auf der Strecke bleiben.

4. Wenn Du 3 (politische) Wünsche frei hättest, welche wären das?


Eine Einheitskrankenversicherung, Tempo 130 auf allen Autobahnen und ich würde mir wünschen, dass es uns gelingt eine bessere Verständniskultur aufzubauen, um die Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern zu überbrücken und um auch z.B. Parteien wie der AFD den Wind aus den Segeln zu nehmen.

5. Welche persönlichen Ziele leiten Dein Engagement bei den Grünen?


Ich möchte, dass für meine Kinder und nachfolgende Generationen die Möglichkeit besteht (genauso wie sie bisher für mich bestand!), gut auf dieser Erde zu leben. Ganz banal z.B. auch die Möglichkeit zu haben sauberes Wasser aus der Leitung zu trinken oder saubere Luft beim Fahrrad fahren einzuatmen – ohne Angst vor Ozon oder (ein wenig polemisch jetzt) vom Auto übersehen zu werden.

6. Wenn Du Bürgermeister*in in Marktoberdorf wärst, würdest Du…


… das Fahrradwegenetz ausbauen, kostenlosen Nahverkehr einführen und versuchen über Parteigrenzen hinaus im sachbezogenen Dialog zu bleiben.

7. Marktoberdorf ist…


… für mich zur neuen Heimat geworden, wo ich mich sehr wohl fühle.

8. Wenn Du zurückblickst, auf was bist Du in Deinem Leben bisher so richtig stolz?


Ich bin so richtig stolz auf meine vier Kinder und dass ich es mit Ihnen geschafft habe, beruflich meinen Weg zu gehen.

9. Was bedeutet Heimat für Dich?


Das ist ein sehr schwieriges Thema für mich, da ich öfters in meinem Leben umgezogen bin und auch meine Eltern ihre Heimat schon verlassen haben. Ich selbst setze diesen Begriff inzwischen gleich mit „Sich-Verwurzelt-Fühlen“. Die Wurzeln sind dabei vielfältiger Natur, z.B. meine Freunde, meine Arbeit, meine Hobbys…

10. Was bedeutet es für Dich, ein „nachhaltiges Leben“ zu führen?


Für mich bedeutet es, dass ich mir bei Dingen, die ich tue (z.B. „Wie komme ich zur Arbeit?“) überlege, wie ich diese tue und was es für Auswirkungen auf die Umwelt hat. In meinem Fall bedeutet dies, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren und in meinem Alltag bedeutet es für mich und meine Kinder möglichst umweltverträglich zu leben.

11. Welches Lebensmotto hast Du?


Meine Freunde beschreiben mich als einen pragmatischen Menschen. Mir selber fällt dazu nur ein: „Kompromisse zu suchen – die Graustufen zwischen schwarz und weiß – und sie auch zu leben!“ oder auch: „Es gibt für jedes Problem eine Lösung!“