David Hey

Fachkraft Lagerlogistik bei AGCO Fendt, 34 Jahre, 2 Kinder, seit 2019 bei den Grünen

David Hey Stadtrat Bündnis 90 / Die Grünen Marktoberdorf

„Die Klimaproblematik, der Fremdenhass und die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich sind reale Probleme. Nicht nur im Berliner Bundestag, sondern eben auch vor unserer eigenen Haustür.“

1. Warum hast Du Dich für ein Engagement bei den Grünen entschieden?


Weil ich der Meinung bin, dass es besser ist an Lösungen zu arbeiten, als sich nur über Probleme aufzuregen. Und wenn ich möchte, dass meine Stimme gehört wird, muss ich sie auch erheben.

Gerade in der heutigen Zeit sehe ich es als meine Pflicht an, aktiv zu werden. Die Klimaproblematik, der Fremdenhass und die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich sind reale Probleme. Nicht nur im Berliner Bundestag, sondern eben auch vor unserer eigenen Haustür.

2. Was zeichnet Deiner Meinung nach die grüne Partei besonders aus?


Die Liebe zur Natur, den Tieren und den Menschen. Auch wenn wir im Hier und Jetzt leben, gibt es dennoch eine Zukunft, an die wir denken müssen. Deshalb ist es wichtig wirtschaftlich stark zu bleiben und den Wohlstand zu wahren. Aber eben auch darauf zu achten, dass der Boden für diesen Wohlstand in jeder Hinsicht erhalten bleibt. Es ist der Wille, die Harmonie zwischen Natur und Industrie herzustellen. Dafür stehen die Grünen in meinen Augen.

3. Welche (politische) Persönlichkeit bewunderst Du und warum?


Gregor Gysi. Ein spitzen Grünen Politiker, nur leider in der falschen Partei. 😉 Ich bewundere ihn deshalb weil er ein Mensch ist, der die Dinge beim Namen nennt. Er ist wohl mit einer der rhetorisch schlagfertigsten und ehrlichsten Politiker unserer Zeit.

4. Was ist aus Deiner Sicht die größte Chance, die wir als Gesellschaft in den nächsten Jahren ergreifen müssen?


Wir können uns komplett neu erschaffen, uns als Nation, Gesellschaft und Menschen neu definieren. Das Denken in Grenzen mal ablegen und eine Kultur erschaffen, die nicht auf eine Nationalität und Glaubensrichtung beschränkt ist. Wir alle leben auf dem selben Planeten, wir atmen alle die selbe Luft, genießen alle die selben Sonnenstrahlen und haben alle die selben Gefühle wie Liebe, Glück, Angst und Wut. Und wenn wir anfangen uns das mal vor Augen zu halten, haben wir die Chance, miteinander ein harmonisches Leben zu führen. Und dazu noch als Land und Gesellschaft der restlichen Welt ein Vorbild zu sein.

5. Was ist für Dich die größte Herausforderung, die uns politisch in den nächsten Jahren bevorsteht?


Ich glaube diese Frage lässt sich nicht wirklich beantworten. Da es nicht DIE GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG gibt. Dafür gibt es zu viele wichtige Themen, die mit gleicher Priorisierung angegangen werden sollten.

  • Den Frieden Weltweit zu schaffen und zu wahren.
  • Den Klimawandel zu bremsen oder gar aufzuhalten.
  • Die Haushaltprobleme der Europäischen Mitgliedsstaaten in den Griff bekommen, damit die Vision von einem gemeinsamen Europa endlich wirklich umgesetzt werden kann.
  • Die internationalen Handelskonflikte schlichten.
  • Das Flüchtlingsthema an der Ursache anpacken.
  • Und noch so vieles mehr…

6. Wenn Du 3 (politische) Wünsche frei hättest, welche wären das?


  • Mehr Volksentscheide und damit ein größeres Demokratieverständnis
  • Dass jeder Bürger zur Wahl geht
  • Dass das rechte, völkische und faschistische Gedankengut komplett aus der Politik verschwindet

7. Welche persönlichen Ziele leiten Dein Engagement bei den Grünen?


Sollte ich in den Stadtrat gewählt werden, ist es mir ein großes Anliegen, den Verkehr in der Innenstadt etwas einzudämmen. Den öffentlichen Nahverkehr auszubauen und attraktiver zu gestalten. Zum Beispiel in Form von Bussen für die Mitarbeiter der ortsansässigen Firmen.

Noch ein Thema wäre die Einführung von gelben Tonnen, damit nicht jeder der knapp 7300 Haushalte extra zum Wertstoffhof fahren muss und auch den Familien ohne Auto endlich geholfen ist.

Noch ein riesiger Punkt, der schnellstmöglich angegangen werden muss, ist die Schaffung von Wohnraum, der wieder für jeden bezahlbar ist.

8. Marktoberdorf ist…


Ein Zuhause auf das ich stolz bin. Ein Ort, an dem ich abschalten und mich geborgen fühlen kann. Wo ich mich und auch meine Familie gerne wachsen sehe. Hier kann ich nachts schlafen, ohne meine Wohnungstür abzusperren. Dazu liegt es in meinem Auge, in der schönsten Region Deutschlands.

Marktoberdorf hat das Potenzial eine Stadt zu sein, in der sich jeder wohlfühlen könnte. Und daran möchte ich sehr gerne mitarbeiten.

9. Wenn Du zurückblickst, auf was bist Du in Deinem Leben bisher so richtig stolz?


Auf meine Mutter.

Sie hat es geschafft mir die richtigen Werte mit auf meinem Weg zu geben.

Angefangen von der Nächstenliebe und emphatischem Verständnis, Umweltbewusstsein, Treue, Toleranz bis hin zur Freiheitsliebe.

Auch wenn ich vieles davon erst jetzt wirklich verstehe, seit ich selbst Familie habe. Nun bin ich stolz darauf, meinen Kindern das Gleiche mitgeben zu können.

Und natürlich bin ich stolz auf meine Frau, die mir in so gut wie allem Unterstützung gibt, aber auch mal den Kopf wäscht, sollte ich mich fehlleiten lassen.

10. Was bedeutet Heimat für Dich?


Heimat ist kein spezieller Ort, Heimat ist mehr ein Gefühl.

Es ist das Gefühl der Zugehörigkeit, der Sicherheit, der Geborgenheit. Es ist das Gefühl zuhause zu sein.

Heimat ist die Basis meiner Identität.

11. Was bedeutet es für Dich, ein „nachhaltiges Leben“ zu führen?


Nachhaltigkeit bedeutet in erster Linie, über mein eigenes Handeln nachzudenken, und was für Auswirkungen es auf mein Umfeld hat.

Es bedeutet nicht, dass ich vollkommen autark irgendwo in der Wildnis leben muss.

Es bedeutet lediglich unseren Nachkommen das selbe schöne Leben zu ermöglichen, wie wie wir es selbst haben durften.

12. Welches Lebensmotto hast Du?


Es gibt nur 2 Tage im Leben an denen du nichts ändern kannst.

Der eine ist gestern und der andere morgen.