Miriam Kautzky

Studentin, Aktivistin bei Fridays for Future, seit 2019 bei den Grünen


„Ich möchte in einer nachhaltigen und sozialen Welt leben, in der Klimagerechtigkeit und Klimaschutz keine leeren Floskeln sind, sondern das 1,5°C-Ziel tatsächlich eingehalten wird.“

1. Welche (politische) Persönlichkeit bewunderst Du und warum?


Greta Thunberg. Inwieweit sie eine politische Persönlichkeit ist, lässt sich sicherlich diskutieren, aber sie hat die Fähigkeit klar und deutlich die Wahrheit zu sagen, etwas, was die meisten Politiker nicht können. Aber das ist enorm wichtig, nicht nur im Hinblick auf die Klimakrise.

2. Was ist aus Deiner Sicht die größte Chance, die wir als Gesellschaft in den nächsten Jahren ergreifen müssen?


Das gestiegene Bewusstsein für die Klima- und Umweltproblematik: wir müssen es so nutzen, dass auch tatsächlich effektiv etwas passiert, damit wir das 1,5°C-Ziel noch erreichen können.

3. Was ist für Dich die größte Herausforderung, die uns politisch in den nächsten Jahren bevorsteht?


Ganz eindeutig: die Klimakrise. So gut wie alles andere ist mit dem Klima verknüpft (nicht umsonst gibt es den Begriff „Klimagerechtigkeit“, der den engen Zusammenhang zwischen Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit zeigt) und es ist die Aufgabe der Politik, die Voraussetzungen zu schaffen, dass ein nachhaltiges Leben der Menschen auf diesem Planeten möglich ist. Und damit das möglich wird, ist ein komplett anderes Denken und Bewusstsein nötig.

4. Wenn Du 3 (politische) Wünsche frei hättest, welche wären das?


1. Klimagerechtigkeit und -schutz an oberster Stelle in der Politik

2. Klimagerechtigkeit und -schutz an oberster Stelle in der Politik

3. Klimagerechtigkeit und -schutz an oberster Stelle in der Politik

5. Welche persönlichen Ziele leiten Dein Engagement bei den Grünen?


Mein Interesse an meiner eigenen Zukunft ;-P – aber im Ernst: ich will, dass alle Leute, sowohl heute, als auch in 20 oder 100 Jahren ein lebenswertes Leben auf einem lebendigen Planeten führen können. Und dafür muss sich im Moment Vieles ändern.

6. Wenn Du Bürgermeister*in in Marktoberdorf wärst, würdest Du…


… Marktoberdorf radelfreundlicher machen, den ÖPNV verbessern und die zahllosen Elterntaxis an der Schule abschaffen.

7. Marktoberdorf ist…


… die höchstgelegene Kreisstadt Deutschlands.

8. Wenn Du zurückblickst, auf was bist Du in Deinem Leben bisher so richtig stolz?


So lange lebe ich zwar noch nicht, aber wohl am ehesten, auf das, was wir (jungen, engagierten Leute) gemeinsam bei Fridays for Future gemacht haben. Trotzdem tut sich noch viel zu wenig und die Forderungen von FfF und damit auch die Ziele des Pariser Klimaabkommens sind noch bei weitem nicht erreicht.

9. Was bedeutet Heimat für Dich?


Ein Ort, an dem Leute sind, unter denen man sich wohl fühlt und wo es richtige Berge gibt 🙂

10. Was bedeutet es für Dich, ein „nachhaltiges Leben“ zu führen?


Auf den eigenen Lebensstil in allen Bereichen zu achten (Verkehr, Energie, Ernährung, Konsum…) und damit den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, aber sich gleichzeitig auch dafür einzusetzen, dass die Voraussetzungen in unserem System für ein nachhaltiges Leben besser werden. Denn zurzeit hat jeder Deutsche für die Infrastruktur in Deutschland bereits einen großen kollektiven „Sockelbetrag“ beim ökologischen Fußabdruck, der ein tatsächlich nachhaltiges Leben innerhalb der planetaren Grenzen sehr schwer bis unmöglich macht.

11. Welches Lebensmotto hast Du?


Think like a proton – stay positive!