Mittelschullehrerin, Beratungsrektorin, Kreisrätin und seit über 25 Jahren Mitglied
„Ich bin bei den Grünen, weil ich meine Heimat entwickeln will und der Erhalt der Natur die Basis für unser gemeinsames Leben ist.“

1. Warum hast Du Dich für ein Engagement bei den Grünen entschieden?
Vor über 25 Jahren begegnete ich bei einem Stammtisch den damals noch wenigen Grünen im Sailerkeller. Ich fühlte mich bei ihnen „angekommen was meine politische Heimat“ betrifft. Als Mannschaftssportlerin war es für mich klar, dann auch Mitglied dieses „Teams“ zu werden. Keinen Moment habe ich das bereut, auch wenn es Zeiten gab- jetzt auch wieder gibt – in denen es als ‚Greane‘ nicht leicht war, zu bestehen.
2. Was zeichnet Deiner Meinung nach die grüne Partei besonders aus?
Im Unterschied zu anderen Parteien nicht nur auf populäre Themen setzend, ehrlicher und menschlicher. Ganz wichtig ist mir, dass das Frauenstatut immer gilt. Das motiviert und bestärkt Frauen, Verantwortung zu übernehmen und sich etwas zuzutrauen.
3. Welche (politische) Persönlichkeit bewunderst Du und warum?
Ich bin großer Fan von Robert Habeck – ihn persönlich kennengelernt zu haben hat mich nachhaltig positiv beeinflusst. Auch Katharina Schulze und ihr erfrischende offene Art gepaart mit Schlagfertigkeit tut uns Grünen gut. Außerdem bin ich großer Fan des Menschfreunds Gerd Müller (ehem. Entwicklungsminister).
4. Was ist aus Deiner Sicht die größte Chance, die wir als Gesellschaft in den nächsten Jahren ergreifen müssen?
Unsere Klimakrise bestmöglich in den Griff zu bekommen, da diese die Spaltung der Gesellschaft mit beeinflusst. Ein wichtiger Schlüssel dazu ist für mich berufsbedingt die Bildung. Wir müssen hier ansetzen und dafür Sorge tragen, dass kein Mensch zurückbleibt. Egal woher er/sie kommt und wer er/sie ist.
5. Was ist für Dich die größte Herausforderung, die uns politisch in den nächsten Jahren bevorsteht?
Politik muss den fairen und friedlichen Umgang miteinander wieder vorleben, um den weiteren Rechtsruck entgegen zu wirken. Werte, die in großen Teilen Europas und der Welt gelten, zu wahren.
6. Wenn Du 3 (politische) Wünsche frei hättest, welche wären das?
Frieden in den globalen Brennpunkten
Klimaschutz muss wieder oberste Priorität in allen Überlegungen sein
Sicherung der sozialen Systeme (Rente, Krankenversicherung, Pflege)
7. Welche persönlichen Ziele leiten Dein Engagement bei den Grünen?
Interesse für die Stadt und den Landkreis. Mitmachen und sich einmischen, dass meine Heimat sich weiterentwickelt und „ergrünt“.
8. Wenn Du Bürgermeister*in in Marktoberdorf wärst, würdest Du…
Mich intensiv um ein Konzept für gemeinsames Wohnen von alt/jung/behindert in der Innenstadt bemühen. Radwege auch in der Innenstadt schaffen. Jugendherberge oder Low Budget Unterkunft bekommen und um einen Teilbereich einer Fachhochschule/Uni kämpfen (Sozial, Pflege, Kunst oder so).
9. Marktoberdorf ist…
… ein Ort, der auf den 2. Blick liebenswert ist. Wer sich die Zeit nimmt, die Kleinstadt und ihre Menschen kennenzulernen, wird nie wieder wegwollen.
10. Wenn Du zurückblickst, auf was bist Du in Deinem Leben bisher so richtig stolz?
Jeden Tag meist mit Freude in die Schule gegangen zu sein. Bei der Sanierung und Umgestaltung meines Hauses selbst tatkräftig mit angepackt zu haben.
11. Was bedeutet Heimat für Dich?
Jeden Tag aufzustehen und mich zu freuen, dass ich genau am richtigen Ort bin. Heimat zu haben, bedeutet für mich eben, in mir selber zu Hause zu sein.
12. Was bedeutet es für Dich, ein „nachhaltiges Leben“ zu führen?
Möglichst viel mit dem Rad zu fahren… nicht so viel einzukaufen für den Kleider- und Schuhschrank (fällt mir manchmal echt schwer, wenn ich so beim Mode Martin stehe)… bewusster einkaufen (keine Online-Einkäufe, regional und bio, Plastik vermeiden)… Auto- und Flugreisen begrenzen… Garten insekten- und vögel-freundich umgestalten… Dämmung und Photovoltaik fürs Haus.
13. Welches Lebensmotto hast Du?
Freue dich über die Möglichkeiten die dir das Leben jetzt gibt und vertraue darauf, dass alles gut werden wird.
